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Herzlich willkommen im multiversum! Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Projekt, das schon seit Anfang 2014 in Offenbach aktiv ist und seit September 2015 die Bieberer Straße 13 gemietet hat, wo endlich sämtliche Ideen Wirklichkeit werden können und auch andere (zukünftige) Initiativen in der Stadt Platz finden.
Die multiversums-Crew, das ist eine Gruppe von derzeit 15-20 jungen Menschen, die eine Idee verbindet: einen Raum für gegenseitigen Austausch, Kultur und Freizeit in Offenbach zu schaffen.
Als ein Ort des kulturellen Austausches finden hier unter anderem Kunstausstellungen, demokratisch-emanzipatorische Diskussionsveranstaltungen, Filmvorführungen und Lesungen statt. Vor allem aber soll das multiversum einen Raum darstellen, in dem man sich wohlfühlt und miteinander Zeit verbringt. Daher haben wir ein auch ein unkommerzielles Café eröffnet – das heißt, Getränke werden gegen einen Spendenpreis ausgeschenkt.
Unser Angebot ist außerdem darauf ausgerichtet, sowohl inhaltlich als auch zeitlich die bestehende Infrastruktur Offenbachs zu ergänzen und keine Konkurrenz für Einrichtungen mit der gleichen Zielsetzung zu sein. Offen haben wir an drei Werktagen, Dienstag bis Donnerstag, ab 16 Uhr.
Neben dem gemeinnützigen Trägerverein Tretlager e.V. ist ein weiteres unserer Merkmale, dass alle Entscheidungen im multiversum in einem öffentlichen, konsensorierntierten Plenum getroffen werden, das einmal die Woche tagt. Hier werden anstehende Fragen unter Anhörung jeder Meinung und möglichst ohne hierarchischen Druck diskutiert und Entscheidungen gemeinsam getroffen.
Zudem verstehen wir uns als eine offene Gruppe. Interessierte, die im Rahmen unseres Konzeptes am Projekt teilnehmen möchten oder sich einfach informieren wollen, sind jederzeit eingeladen, zur öffentlichen Plenumssitzung zu kommen. So wollen wir auch einen beständigen Zufluss neuer Ideen in unser Projekt sicherstellen.
Also schaut vorbei, wir freuen uns!

Ausstellungskonzept

Das multiversum macht es sich zum Ziel, besonders jungen Autor*innen, Künstler*innen, Designer*innen und auf andere Weise Kreativen einen Raum zu bieten, in dem sie mit einem breiteren Publikum in Diskurs treten können. Ausstellen darf grundsätzlich jede*r, der/die mit seiner/ihrer Arbeit mit der kulturellen und politischen Ausrichtung des multiversums in Einklang steht. Gezeigt werden künstlerische und angewandte Arbeiten verschiedener Medien (Zweidimensionales, Installationen, Video, Performance, Konzepte, Materialstudien, usw.), während weitere Veranstaltungen wie Lesungen und Diskussionsrunden unabhängig von den Ausstellungen stattfinden.
Die alle 2-3 Monate wechselnden Ausstellungen sollen ein Thema von mehreren – gerne von gegensätzlichen – Seiten beleuchten. Beispielsweise, indem zwei Künstler*innen (…) zu einem Thema Arbeiten ausstellen, die auf verschiedenen Medien basieren und sich ergänzen oder auch widersprechen. Der Ausstellungsraum des multiversums ist crossmedial, interkulturell und transdisziplinär zu verstehen. Die Ausstellungen im multiversum basieren zudem auf der √úberlegung, Kunst einer Vielzahl von Menschen zugänglich und verständlich zu machen. Künstler*innen (…), die im multiversum ausstellen, sind dazu angehalten, den Arbeitsprozess vor dem fertigen Kunstwerk mit in die Präsentation ihrer Arbeit mit einzubeziehen. Zum Beispiel in Form von Skizzen, Texten und Modellen.
Weiterhin soll für ausstellende Künstler*innen (…) die Möglichkeit bestehen, den ganze Räume des multiversum, auch über den Ausstellungsraum hinaus, zu bespielen und nicht nur eine beschränkte Wandfläche. Zum Beispiel stellen wir uns Rauminstallationen, Video- und Klangkulissen und gro√üräumig gestaltete Wände vor. Das multiversum unterstützt die Idee, dass Kunst nicht nur auf der Leinwand stattfindet.
Jede*r, der/die Interesse hat, selbst im multiversum auszustellen, kann sich gerne an das Plenum wenden (immer donnerstags um 19.00 Uhr)!

Veranstaltungskonzept

Das multiversum ist ein Ort, an dem Lesungen, Vorträge und Diskussionen einen physischen und ideellen Raum finden. Dieser Raum soll dabei offen und ungezwungen genutzt werden können, indem die klassische Trennung zwischen den Veranstaltenden und den Konsumierenden aufgehoben wird. Alle, die das multiversum betreten, können das Geschehen mit gestalten, mit planen, mit aufnehmen. Auch bespielt das Plenum die Räumlichkeiten nicht völlig alleine; gerade die Zusammenarbeit und Mitnutzung der Liegenschaft durch lokale Kunst-, Kultur-, Migrations- und Bildungsvereine beleben das Projekt. Diese sind einerseits Teil des wöchentlichen Plenums, andererseits können sie bestimmte Räume (Küche, Plenumsraume, Kino) auch autark benutzen.
Dabei gibt es keinen vorgegeben thematischen Schwerpunkt: ob politisch-emanzipatorisch, transdiziplinär-wissenschaftlich oder auch mal humoristisch-witzig. So werden beispielsweise gesellschaftlich aktuelle Themen wie städtische Gentrifizierung, Queer-Feminismus oder soziale Marktwirtschaft beleuchtet; aber auch Poetry-Slams, Filmreihen, Roman- und Krimilesungen und Gedichte sind herzlichst willkommen.
Zudem ist das Medium frei wählbar – Dokumentationen, selbstgedrehte Filme, Workshops, Podiumsdiskussionen, Lesungen oder Vorträge, Info- grafiken und usw. können im multiversum Platz finden!
Das multiversum will mit seinem Raum freie (Meinungs-) Bildung für verschiedenste Milieus zugänglich machen und so einen Ort schaffen, um sich mit dem Bestehenden auseinandersetzen zu können.
Das kulturelle Programm wird durch ein- bis zweimal im Monat statt- findende Feiern oder anderweitige grö√üeren Veranstaltungen ergänzt. Hierbei steht das kollektive Erleben, das miteinander Spa√ü haben im Vordergrund, nicht der Konsum. Derartige Angebote ziehen neben dem üblichen Publikum auch Menschen an, die sich vielleicht sonst weniger mit Kunst oder kulturellen / emanzipatorischen Inhalten auseinandersetzen.